Man kann mitten unter jubelnden Menschen stehen und sich trotzdem allein fühlen.
Genau das hat unser Mitgründer, der Bochumer Fotograf Tim Kramer, beim Aufstieg seines VfL Bochum erlebt. Ein Gefühl, das er schon oft gespürt hat, aber lange nicht richtig einordnen konnte. Aus dieser Erfahrung ist Vereint Bochum entstanden: ein gemeinnütziger Verein, der Räume für Begegnung schafft und Menschen in dieser Stadt zusammenbringt.
Denn Einsamkeit entsteht oft genau dort, wo man sie am wenigsten vermutet und sie ist weiter verbreitet, als viele denken.

Warum wir tun, was wir tun
Einsamkeit ist längst keine Frage von Alter oder Lebenslage mehr. Sie betrifft junge Menschen genauso wie Familien, Berufstätige und Ältere. Wir sind ständig erreichbar und fühlen uns trotzdem oft wenig gesehen.
Auch in der Bundes-und Landespolitik wird Einsamkeit inzwischen als eine der großen sozialen Fragen unserer Zeit beschrieben. Genau so verstehen wir sie: nicht als privates Problem Einzelner, sondern als Aufgabe, die uns als Gesellschaft angeht.
Unser Bochum ist eine Stadt im Wandel. Die Eckkneipe, der Nachbarschaftstreff, das Vereinsheim – vieles, was Menschen früher selbstverständlich zusammengebracht hat, verschwindet leiser, als wir es bemerken. Wer wenig Geld, wenig Kraft oder wenig Zugang zu passenden Orten hat, zieht sich leichter zurück und wer sich zurückzieht, fühlt sich schnell allein. Wenn man diesen Kreislauf nicht durchbricht, verlieren Menschen den Anschluss an das, was eine Stadt eigentlich ausmacht: Begegnung im Alltag und das Gefühl, sich gesehen und vor allem zugehörig zu fühlen.
Da setzen wir an. Wir reden nicht nur über Einsamkeit. Wir schaffen Orte, an denen Begegnung wieder leichter wird. Über Generationen, Stadtteile und Lebenssituationen hinweg

Was uns ausmacht
Wir sind kein Forschungsinstitut, keine Behörde und kein PR-Projekt. Wir leben in dieser Stadt, hören zu, schauen hin und entwickeln unsere Angebote aus dem, was wir in Bochum erleben. Verpflichtet sind wir niemandem außer der Sache.
Aber gut gemeint reicht uns nicht. Mit Prof. Dr. Maike Luhmann von der Ruhr-Universität Bochum sitzt eine der renommiertesten Einsamkeitsforscherinnen Deutschlands in unserem Vorstand. Sie hilft uns, genauer hinzuschauen: Was wissen wir über Einsamkeit? Was hilft wirklich und wo müssen wir vorsichtig sein?
Mit dem VfL Bochum verbindet uns eine offizielle Kooperation – weil in unserer Region wenig so viele Menschen erreicht und verbindet wie der Fußball. An unserer Seite steht dabei Anthony Losilla, der langjährige Kapitän des VfL. Aus seiner Zeit anne Castroper weiß er, was Zusammenhalt bedeutet und wie aus vielen Einzelnen ein Wir werden kann.
Uns ist wichtig, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen. Auch deshalb ist unser Vorstand breit aufgestellt: mit Erfahrungen aus Nachbarschaft, Familie, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und junger Generation.
Mehr über die Menschen dahinter erfährst du auf der Seite Unser Vorstand.
Wie das konkret aussieht
Unsere Angebote sind niederschwellig, kostenfrei und für alle offen. Sie funktionieren nicht, weil sie groß angekündigt werden, sondern weil sie verlässlich da sind.
Latschen und Quatschen
Alle zwei Wochen gehen wir gemeinsam eine Runde durch Bochum. Ohne Programm, ohne Druck. Einfach zusammen unterwegs sein.
Pläuschken mit Käffken
Ein Café wird zum Treffpunkt für alle, die bei einem Kaffee aufs Haus neue Menschen kennenlernen möchten.
Ne Runde quasseln
Eine kleine, moderierte Gesprächsrunde für Themen, die im Alltag oft keinen Platz finden.
U35 Social Line
Gemeinsam mit der BOGESTRA haben wir eine ganze U-Bahnlinie für einen Moment zum Begegnungsort gemacht.
Werkstatt gegen Einsamkeit im Schauspielhaus Bochum
Zusammen mit Wissenschaft, Kunst und Stadtgesellschaft suchen wir nach Ideen, wie Miteinander in Bochum wieder selbstverständlicher werden kann.
Aus kleinen Momenten kann echtes Miteinander entstehen – wenn man ihnen einen Ort gibt.
Aktuelle Termine findest du in unserem Kalender.

Wofür wir stehen
Wir setzen uns ein für ein offenes und vielfältiges Bochum. Für Respekt, Toleranz und gleichberechtigte Teilhabe – unabhängig von Herkunft, Religion, Kultur, Weltanschauung, Alter, Geschlecht, Behinderung oder sozialer Lage.
Wir sind parteipolitisch unabhängig. In unseren Werten sind wir klar: Wir grenzen uns entschieden ab von Extremismus, Hass und jeder Form von Ausgrenzung.
Unsere Arbeit finanziert sich durch Spenden, Förderungen und ehrenamtliches Engagement.
Mehr dazu auf der Seite Unsere Haltung und den aktuellen Stand unserer Satzung findest du hier.
Komm vorbei
Du musst nicht genau wissen, ob du bei uns richtig bist.
Wenn du Anschluss suchst, einfach mal unter Menschen sein möchtest oder eine Idee für deine Nachbarschaft hast: Komm vorbei. Du musst nichts mitbringen und dich zu nichts verpflichten.
Schreib uns über die Kontaktseite, schau in unseren Kalender oder abonniere unseren Newsletter.
Vereint schaffen wir das.

